Deine Pasta schmeckt flach, die Sauce rutscht ab oder die Spaghetti kleben zusammen? Mir ist aufgefallen, dass genau diese Fehler fast immer mit einer einzigen Unterschätzung zusammenhängen: dem Nudelwasser.
Lesen lohnt sich jetzt, denn ich verrate nicht nur, was Profis tun, sondern auch die Menge, das Timing und zwei Dinge, die du sofort lassen solltest. Kleine Änderung, großer Unterschied — besonders an einem stressigen Abend in einer Wohnung in Berlin oder München.
1. Warum Köche eine Menge Salz ins Wasser geben
Viele denken, Salz sei nur zum Würzen nach dem Kochen. Das stimmt nicht. In meiner Praxis in Restaurants und Zuhause habe ich gesehen: Salz ist das wichtigste Element für Geschmack und Textur der Pasta.
Wichtiges kurz gefasst:
- Salz würzt die Pasta von innen, nicht nur die Oberfläche.
- Es beeinflusst die Proteinstruktur der Nudeln leicht — das hilft bei der Textur.
- Die Menge ist größer als die meisten zugeben: Profi-Kochregel: rund 10 g Salz pro Liter Wasser (etwa 2 Teelöffel).
Warum du das nicht weißt: Kochbücher und Packungsangaben sparen oft die genaue Salzmenge oder sagen nur „salzen nach Geschmack“. In deutschen Supermärkten (Rewe, Edeka, Lidl) findest du grobes Meersalz – nutze das, es löst sich gut und lässt sich dosieren.

2. Was Köche nicht ins Wasser geben — und du solltest es auch lassen
Online liest man oft: „Gib Öl ins Wasser, dann klebt nichts.“ Das habe ich ausprobiert — und im Restaurant sofort wieder aufgehört. Warum?
- Ein bisschen Öl schwimmt nur an der Oberfläche und verhindert, dass Sauce an der Pasta haftet.
- Öl macht die Sauce weniger bindend — das Ergebnis wirkt „rutschig“ statt harmonisch.
- Wenn du klebende Nudeln willst verhindern, ist das Salz und richtige Kochtechnik besser als Öl.
Achtung: Anbieter in Supermärkten bewerben oft Olivenöl als Allzwecklösung — das ist ein Mythos.
3. Der geheime Profi-Trick: Das stärkehaltige Nudelwasser behalten
Viele übersehen es: Nach dem Kochen enthält das Wasser Stärke, die perfekte Emulsion für deine Sauce. Profis schöpfen sich immer etwas Nudelwasser ab — und das macht den Unterschied zwischen „okay“ und „wow“.
- Stärke hilft, Öl und Wasser in Saucen zu binden.
- Ein kleiner Schluck Nudelwasser macht Tomatensauce samtig und Pasta al dente besser verbunden.
- Merke: 50–150 ml aufbewahren, je nach Menge der Sauce.
Warum das so wenig bekannt ist
Viele Kochformate online zeigen nur das Anrichten. In Restaurants bleibt wenig übrig, was erklärt, warum dieser Schritt nicht viral wurde. Ich habe es ausprobiert: Selbst einfache Bolognese gewinnt sofort Tiefe.

Praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung: Nudelwasser wie im Restaurant
- Topf: Verwende einen großen Topf — etwa 1 Liter Wasser pro 100 g Pasta.
- Wasser zum Kochen bringen, dann salzen: 10 g Salz pro Liter (ca. 2 TL).
- Pasta ins kochende Wasser geben, nicht vorher.
- Während des Abgießens 100 ml Nudelwasser auffangen (bei 400 g Pasta reichen 50–100 ml).
- Kein Öl ins Wasser geben. Stattdessen etwas Nudelwasser in die Pfanne mit Sauce geben und die Pasta dort kurz „finishen“ (30–60 Sekunden).
- Eventuell Butter oder einen Spritzer natives Olivenöl zum Schluss, nicht ins Kochwasser.
Kurze Fehlerliste — schnell prüfen
- Zu wenig Wasser? Nudeln kleben.
- Zu wenig Salz? Pasta schmeckt langweilig.
- Öl im Wasser? Sauce haftet schlecht.
- Kein Nudelwasser aufbewahrt? Sauce bleibt flach.
Ein Tipp, den nur wenige nutzen
Wenn du in Deutschland eine schnelle Lösung willst: Kaufe grobes Meersalz bei deinem Discounter (z. B. Lidl) und eine kleine Kelle oder Messbecher für 50–150 ml. In meiner Erfahrung ist das präzise Abmessen das Geheimnis — nicht das teuerste Salz.
By the way: Wenn du Spaghetti „al dente“ magst, nimm die Packungszeit minus 1 Minute, dann finish in der Pfanne mit Sauce und Nudelwasser. Du wirst den Unterschied schmecken.
Fazit
Das, was Köche „immer“ ins Nudelwasser geben, ist nicht glamourös — es ist SALZ und danach die Entscheidung, Nudelwasser sinnvoll zu nutzen. Viele wissen das nicht, weil Tipps oft unpräzise bleiben oder Mythen wie Öl im Wasser lauter verbreitet werden.
Probier es heute Abend: mehr Salz, kein Öl, ein Schluck Nudelwasser — und erzähl mir, wie deine Pasta geworden ist. Welche Soße willst du als Nächstes verbessern?
