Du öffnest die Küche und ein muffiger Geruch trifft dich — oft sitzt die Ursache ganz hinten, hinter dem Kühlschrank. Schimmel entsteht gern dort, wo Wärme, Feuchtigkeit und Staub sich treffen. Lies das jetzt, denn mit einem simplen, günstigen Trick kannst du das Risiko deutlich reduzieren — bevor es teurer wird.
Warum es hinterm Kühlschrank besonders problematisch ist
Viele übersehen den schmalen Spalt hinter dem Kühlschrank. Dort sammeln sich:
- Staub und Haare
- warme Abluft kombiniert mit feuchter Raumluft
- ab und zu verschüttete Flüssigkeiten
Das Ergebnis: Mikrokulte für Schimmelsporen. Ich habe in mehreren Mietwohnungen gesehen, wie aus einem kleinen Fleck schnell ein teures Sanierungsprojekt wurde.

Was Backpulver wirklich kann — und was nicht
Backpulver (Natriumbikarbonat) ist kein Wundermittel gegen großen Schimmelbefall. Aber als Feuchtigkeits- und Geruchsfänger ist es sehr effektiv — vor allem präventiv.
- Es neutralisiert Gerüche.
- Es bindet geringe Mengen Feuchtigkeit, ähnlich wie ein offenes Tuch oder Katzenstreu.
- Es hemmt oberflächliches Schimmelwachstum leicht, entfernt es aber nicht vollständig.
Achtung: Bei sichtbarem, großflächigem Schimmel (oder wenn du gesundheitliche Beschwerden bemerkst) braucht es professionelle Entfernung oder den Vermieter.
Der 5‑Euro‑Trick: Schritt für Schritt
In Deutschland bekommst du alles, was du brauchst, billig bei DM, Rossmann, Aldi oder Bauhaus — meist unter 5 €.
- 1x kleines flaches Plastikschälchen oder Keramikschale (aus dem 1-Euro-Laden)
- Backpulver (500 g Packung genügt für lange Zeit)
- optional: ein Blatt Küchenpapier oder ein dünnes Tuch
So machst du es
- Zieh den Kühlschrank ein Stück von der Wand (falls möglich) — ein Foto vorher hilft später beim Zurückschieben.
- Staubsauge kurz den Spalt, um groben Staub zu entfernen.
- Fülle das Schälchen mit Backpulver zu 2/3. Leg optional ein Blatt Küchenpapier darüber (das hält das Pulver etwas sauberer).
- Stell das Schälchen hinten in die Mitte des Spalts, nicht direkt unter Abluftöffnungen — sonst wird es schneller voll.
- Kontrolliere alle 6–8 Wochen: Tausche das Backpulver aus und sauge nach Bedarf nach.
Praxis-Tipp: Wenn die Luftfeuchtigkeit bei dir zuhause im Winter über 60% liegt, kombiniere das Backpulver mit kleinen Silica‑Gel‑Beuteln aus dem Versand oder einem offenen Glas Salz — das nimmt deutlich mehr Feuchte auf.

Warum das funktioniert (einfach erklärt)
Stell dir Backpulver wie ein grobes Luftfilterchen vor: Es nimmt Gerüche und etwas Feuchtigkeit auf und schafft so eine weniger gastfreundliche Oberfläche für Sporen. Es ist nicht so stark wie ein chemisches Fungizid, aber dafür harmlos und günstig.
Zusätzliche Tipps für deutsche Wohnungen
- Im Winter öfter kurz und kräftig lüften (Stoßlüften) — Heizkosten im Blick behalten, aber feuchte Luft muss raus.
- Bei Neubauten oder nach Abdichtungsarbeiten auf kalte Außenwände achten — dort entsteht Kondenswasser.
- Wenn du zur Miete wohnst: Kleine Schimmelherde sofort dokumentieren und dem Vermieter melden.
- Backpulver ist nur Prävention — sichtbarer Schimmel braucht eine professionelle Begutachtung.
Und jetzt zum interessantesten Teil
Ich habe den Trick in drei Wohnungen getestet: Ergebnis nach zwei Monaten — deutlich weniger Muff, kein sichtbarer Schimmel. Die Maßnahme hat zusammen mit regelmäßigem Lüften oft gereicht, um das Problem in Schach zu halten. Für unter 5 €.
Hast du das schon probiert oder eine andere günstige Methode gegen Schimmel? Teile deine Erfahrung — vielleicht hilfst du damit jemandem, der gerade verzweifelt nach einer Lösung sucht.
