Du öffnest die Mehlpackung und entdeckst diese winzigen Krabbler oder Larven — ein Gefühl, das keiner mag. Das Problem ist aktuell: warme Sommer und vollgestopfte Vorratsschalen in deutschen Haushalten lassen Schädlinge schneller wieder auftauchen.
Ich habe in meiner Küche und bei Freunden getestet: Ein einfaches Lorbeerblatt reduziert das Risiko deutlich — und kostet weniger als ein Einkauf bei Aldi oder Rewe. Lies weiter, wenn Du Vorräte behalten willst, ohne Chemiekeule.
Warum einige Küchen trotz Sauberkeit Schädlinge bekommen
Viele denken, es liegt an mangelnder Hygiene. Oft ist es eher die Lagerung: offene Packungen, Papier statt Glas, oder alte Einkäufe, die Eier mitbringen.
Eggs und kleine Larven überleben Monate in trockenen Mehlen. Besonders in deutschen Haushalten, die Vorräte saisonal aufstocken, sind solche Probleme typisch.
Wie Lorbeerblatt tatsächlich hilft
Das Blatt verströmt ätherische Öle (z. B. Cineol), die für viele Vorratsschädlinge unangenehm riechen. Es ist kein Gift, eher ein Duftzaun.

Der Effekt ist: Abschreckung, nicht Abtötung. Wenn die Packung bereits voll mit Larven ist, reicht ein Blatt nicht mehr.
Was viele falsch machen
- Das Blatt direkt ins Mehl krümeln — das kann Geschmack verändern und ist unnötig.
- Nur ein altes Papierbeutel-System nutzen; Papier saugt Feuchtigkeit und versteckt Eier.
- Ein Blatt in einen offenen Schrank legen und denken, das reicht gegen eine starke Plage.
Praktische Anleitung: So nutzt Du Lorbeerblätter richtig
In meiner Praxis (ja, in meiner Küche) wirkt die Kombination aus richtigem Behälter + Lorbeer am besten. Hier die Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Besorg 3–5 getrocknete Lorbeerblätter (gibt’s für ca. 1–2 € im Supermarkt: Rewe, Edeka, dm).
- Leere das Mehl in ein sauberes, trockenes Glas mit dichtem Schraubdeckel (Weck-Gläser sind ideal).
- Lege 1 Blatt direkt oben auf das Mehl — nicht eingerührt. Bei mehreren Gläsern je Glas ein Blatt.
- Verschließe das Glas sofort. Lagere kühl und dunkel (Speisekammer, nicht über dem Herd).
- Kontrolliere nach 6–8 Wochen: Blatt austauschen, Glas kurz auf Schädlinge prüfen.
Tipp: Bei Verdacht auf Eier das Mehl 48 Stunden tiefkühlen (-18 °C) oder entsorgen. Gefrierkiste und Backofen sind echte Notfall-Werkzeuge.
Warum das so gut zu deutschen Küchen passt
In Deutschland sind Vorratshaltungen üblich: Mehl, Zucker, Müsli in größeren Packungen — perfekt für eine warme Wohnung mit Schränken, die selten durchgelüftet werden. Ein Lorbeerblatt ist günstig, lokal erhältlich und passt in jeden Gewürzschrank.

Alternative Methoden und Grenzen
- Essig/Wassergemisch hilft beim Reinigen, tötet aber keine Eier.
- Lavendel oder Nelken wirken ähnlich abschreckend, sind aber teurer.
- Bei großem Befall: Professionelle Schädlingsbekämpfung oder komplette Entsorgung des Vorrats.
Aber es gibt einen Haken: Ist das Mehl schon voller Larven, rettet das Blatt nichts mehr. Dann hilft nur noch Wegwerfen oder professionell reinigen.
Meine Kurz-Checkliste für sofortige Aktion
- Verdacht? Packung in den Gefrierschrank für 48 Stunden.
- Umpacken in Glas mit Lorbeerblatt — 1 Blatt pro 500 g bis 1 kg.
- Regelmäßig kontrollieren und Blatt nach 6–8 Wochen erneuern.
- Bei Neubefüllung: Glas reinigen, evtl. mit heißem Wasser ausspülen.
Übrigens: Du musst nicht zur Großpackung greifen — ein kleines Glas Lorbeerblätter reicht Monate. Es ist eher wie ein unsichtbarer Zaun als eine chemische Keule.
Fazit
Der Lorbeertrick ist kein Wundermittel gegen Massenbefall, aber in Verbindung mit dicht schließendem Glas und sauberer Lagerung eine günstige, einfache Schutzlinie. Probier es aus — bevor der nächste Vorratskampf beginnt.
Hast Du schon mal Lorbeer gegen Vorratsschädlinge benutzt? Oder hast Du einen anderen Küchen-Trick, der besser funktioniert? Schreib’s unten — ich bin neugierig auf Deine Erfahrung.
