Wintertrick: Warum Ihre Haut jetzt anders gepflegt werden muss

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Im Winter fühlt sich die Haut plötzlich rau, gespannt und müde an — und das liegt nicht nur am Wetter. Kalte Luft draußen, trockene Heizungsluft drinnen und unbedachte Routineprodukte greifen die natürliche Hautbarriere an. Wer jetzt weiter wie im Sommer pflegt, riskiert Rötungen, Schrunden und juckende Stellen.

Ich schreibe das aus Erfahrung: nach vielen Wintern habe ich gelernt, dass kleine Anpassungen große Wirkung zeigen. Hier erfahren Sie, was wirklich hilft — ohne teure «Wundermittel».

Was im Winter mit Ihrer Haut passiert

Kurz gefasst: die Haut verliert Feuchtigkeit schneller, die Talgproduktion geht zurück, die Barriere wird durch Kälte und Wind geschwächt. Folgen:

  • Trockene, schuppige Stellen
  • Empfindlichkeit und verstärkte Rötungen (besonders bei Rosacea)
  • Feinere Linien wirken deutlicher
  • Hände und Lippen verlieren schnell Schutz

Die wichtigsten Zutaten, auf die Sie jetzt setzen sollten

Kein Hype, sondern Wirkstofflogik. Achten Sie auf diese Stoffe in Ihren Produkten:

  • Hyaluronsäure und Glycerin — binden Wasser in der Haut
  • Ceramide und Fettsäuren — reparieren die Hautbarriere
  • Niacinamid — beruhigt, reduziert Rötungen und stärkt die Barrier
  • Occlusives wie Sheabutter, Squalan oder Vaseline — versiegeln die Feuchtigkeit
  • Urea (bei sehr trockener Haut) — für Hände und Füße besonders effektiv

Praktische Routine: Morgens und abends, einfach erklärt

Morgens reicht oft weniger mehr: reinigen, pflegen, schützen.

  • Sanfte Reinigung (cremig, nicht schäumend)
  • Feuchtigkeit (Serum mit Hyaluron oder Glycerin)
  • Reichhaltige Creme mit Ceramiden oder Squalan
  • Mineralischer Sonnenschutz (ja, auch im Winter)

Abends dürfen Sie intensiver regenerieren:

  • Öl- oder balm-basierte Reinigung bei Make-up
  • Nachtcreme oder Gesichtsöl, das die Barriere unterstützt
  • 1–2 mal pro Woche ein reichhaltiges Öl- oder Schlaf-Maskenprodukt

Dos and Don’ts für den Winter

Ein paar Regeln, die sofort helfen:

  • DON’T: heiße Duschen und häufiges Waschen mit aggressiven Seifen — sie entziehen Fett.
  • DO: lauwarmes Wasser, milde Syndets oder rückfettende Reinigungscremes.
  • DON’T: zu oft Peelen — in der Kälte ist die Barriere ohnehin geschwächt.
  • DO: Nochmal eincremen nach dem Händewaschen, beim Verlassen des Hauses und vor dem Schlafen.

Hand- und Lippenpflege: unterschätzte Winterhelfer

Hände und Lippen verraten zuerst, dass es Winter ist. In der Apotheke oder beim Drogeriemarkt (dm, Rossmann) finden Sie gute Pflege mit Urea, Panthenol oder Bienenwachs. Im Alltag: Handschuhe tragen, eine Fettcreme in der Tasche, regelmässig auftragen.

Zusätzliche Maßnahmen, die wirklich wirken

  • Luftbefeuchter zu Hause — 40–60 % relative Luftfeuchte hilft der Haut, Feuchtigkeit zu halten.
  • Mehr Omega-3 in der Ernährung (Fisch, Leinöl) für eine bessere Barriere von innen.
  • Regelmässige Wasseraufnahme — nicht nur Kaffee zählt.
  • Bei starken Rötungen/Schmerzen: ab in die Apotheke oder zum Hautarzt (eine Zink- oder kortisonfreie Alternative kann helfen).

Meine pragmatischen Empfehlungen

Sie müssen nicht alles neu kaufen. Tauschen Sie nur 1–2 Produkte aus: die Reinigungsformel und die Tagescreme. Schauen Sie in die Apotheke oder zu Marken wie Weleda, Sebamed, La Roche-Posay — sie haben oft passende wintertaugliche Varianten. Und: sparen Sie nicht an Lip- und Handpflege.

Winterhaut zu managen ist kein Hexenwerk, es ist Anpassung. Wer seine Routine leicht umbaut und ein paar einfache Regeln beachtet, erspart sich kalte Überraschungen.

Haben Sie eine Winter-Routine, die für Sie funktioniert? Teilen Sie Ihre Tipps in den Kommentaren — ich lerne selbst gern dazu.